Weblogs in Enterprise. Ralf Graf glaubt wohl nicht daran. Zu einem Artikel im ‘Entrepreneur Magazine’ , den er mit A collaborative company blog could give your employees one place to go to keep up on business happenings, memos and announcements. zitiert, meint er : ´Alle verehrten Leserinnen und Leser die angestellt sind mögen einmal einen Moment die Augen schließen und sich das bei ihrem Arbeitgeber vorstellen …. Eben!´ Warum? Fakt ist, dass in vielen Unternehmen unglaublich viel Zeit darauf verwendet wird, Informationen zu verteilen. Trotzdem sind viele Mitarbeiter oft nicht ´auf dem Laufenden´. Um herauszufinden, was gerade aktuell ist oder was passiert ist, während man die letzte Woche in Urlaub war, rennen sie lange Wege, fragen viele Leute und versuchen, Protokolle zu deuten. Teleworker haben das gleiche Problem. Mit einem internen Weblog (im Intranet! Ich spreche nicht von öffentlichen Blogs im WWW!) können wichtige Informationen aktuell bereitgestellt werden. Gerade in der Projektarbeit kann ich mir da sehr nützliche Dinge vorstellen: Wichtige angefangene oder beendete Aufgabe, Vorstellung neuer Teammitglieder, €nderungen von Zuständigkeiten, Ankündigung von Meetings, Sitzungsprotokolle, Ergebnisse von Kundengesprächen, kurze Statements zum Fortschritt von Arbeitsgruppen… (vielleicht auch zwei Weblogs? Ein eher ´offizielles´ mit Statusberichten, Protokollen etc. und ein sehr informelles für ´the dumb idea I had today´, Anekdoten und Geschichten?) Ein Mitarbeiter, der wissen will ´was gerade los ist´, müsste nur ins Weblog schauen und hätte einen ziemlich guten Überblick, über das, was gerade passiert. Gleichzeitig können Entscheidungen (mit-)dokumentiert werden (Es muss ja nicht gleich die gesamte Dokumentation ins Blog wandern! Aber wenn ein Protokoll erstellt wurde, könnte es im Intranet abgelegt und vom Blog aus verlinkt werden.), sodass eine Art ´Archiv mit Kontext´ entsteht (´Im Februar haben wir doch x entschieden… wie war das genau und wo liegt das Protokoll? Was war sonst zu der Zeit los? Wie sind wir zu der Entscheidung gelangt?´). Wer was gemacht hat, kann man an dem Namen unter dem Blogeintrag ablesen. Das passt sicherlich nicht zu jeder Unternehmenskultur und ist auch kein Patentrezept für irgendetwas, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das eine Menge Sinn machen kann. Oder, um mal weniger weich zu formulieren, ein Griff in die BWL-Wörterkiste: ´Zeitersparnis bei der Informationssuche´, ´weniger Misverständnisse´, ´höhere Transparenz´ (ah, ich liebe diesen Slang!) oder sogar (hype-warning) ´Speicherung von Wissen´. (Ich sollte einen Verkaufsprospekt schreiben.) Warum sollte da ein Arbeitgeber generell etwas gegen haben? Ich werde das in meinen nächsten Projekten jedenfalls ausprobieren. Dazu bei Gelegenheit mehr. Jetzt zerreißt mich!
Update (27.09.02): Manual Trackback zu Thomas . [Martin Roell's eBiz Weblog - Things on an eBusiness Consultant's mind.]
Related posts
No tag for this post.
Comments are closed | Permalink •
•



