March 13th, 2005
Hah, one of my favourite films not only cause I live on it. Don’t have a TV nor a VCR. Are there any DVDs available?
Der Film, der ein Studio in den Ruin trieb: “1980 drehte Michael Cimino den epischen Spätwestern Heaven’s Gate — das Tor zum Himmel. Es war ein breit angelegter Anti-Western im Stile Peckinpahs, eine pessimistische Abrechnung mit dem Mythos des »Goldenen Westens«, der ja zugleich auch der Gründungsmythos Amerikas ist. Der Film behandelt ein historisches Ereignis, die »Johnson County Wars«, in denen wohlhabende Viehbarone mit Hilfe gedungener Killer und der Unterstützung des Gouverneurs arme, osteuropäische Einwanderer vertreiben. Kris Kristofferson spielt den Marshall James Averill, der den Widerstand der Siedler gegen die Killer organisiert, aber das Blutbad dennoch nicht verhinder kann. Ihm zur Seite stehen die schöne Ella Watson (Isabelle Huppert), die in Johnson County ein Bordell betreibt und sein Rivale um die Gunst von Ella, Nate Champion (Christopher Walken).
Den Film wollte im Amerika der aufziehenden Reagan-Ära niemand sehen, selbst die hastig auf 150 Minuten gekürzte Kinofassung floppte. Der Film galt als unamerikanisch und unpatriotisch, die Johnson County Wars als Modell des aufkommenden Neoliberalismus, das wollte damals niemand sehen. In Europa hingegen galt der Film als Meisterwerk und wurde erst kürzlich wieder in einer restaurierten Fassung in voller Länge von 225 Minuten auf der Berlinale gezeigt. Die ARD zeigt heute nacht (0:55 Uhr, Show-View-Nr. 97-738-955) zwar nicht die restaurierte Version, aber immerhin eine 206 Minuten lange Fassung, die dem Original wohl schon ziemlich nahe kommt. Daher der dringende Rat an Euch: Videorekorder programmieren und mit einem hinreichend langen Band bestücken. (38)
Frank Arnold: Wie »Heaven’s Gate« ein Filmstudio in den Ruin trieb.”(Via Der Schockwellenreiter.)
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