Heute hat mir ein Journalist folgende Fragen gestellt (kursiv), ich dachte ich publish das mal gleich:
[Update: der nämliche Journalist hat mich gebeten, die Fragen zu entfernen, dem komme ich hiermit nach.]
1.) Frage gelöscht/cite>
Zunächst spreche ich nicht vom “Mitmach-Internet”, sondern finde den englischen Begriff des Two-Way-Web (t d f) besser. Er deutet die Wende vom passiven Browsen zum aktiven Kommunizieren an. Wenn man so will wird aus dem/r Leser/in ein/e Autor/in. Die Qualität eines Netzwerkes 3ter Generation, d.h. eine techn. Infrastruktur, die “Groupforming” erlaubt, ist jenseits von Broadcasting und passivem Rezipieren.
Die Auswirkungen sehe ich folgendermaßen: es gibt mehr Content und Information bei gleichzeitigem Wachstum von Filtern, die es uns ermöglichen in der Überfülle das “für uns Wichtige” zu erhalten. Weblogs und die anderen Dienste sind v.a. (soziale) Filterdienste und übernehmen damit – quasi ohne Chefredakteur – die Aufgaben von Medien bzw. schaffen ihre eigenen Formate. “Massenamateurisierung des Publishens”, kann man das nennen. D.h. zunehmend werden Massenmedien auf diese Filter (t d f) Bezug nehmen bzw. sie in ihre “Mainstream”-Filteraktivität einbinden. Ich erwarte eine Koexistenz von Massenmedien und kleinteiligen (kann man ja im Falle von MySpace und der Blogosphäre als Ganzes gesehen eigentlich nicht mehr sagen) Social Software-Anwendungen, die Special-Interests vermutlich besser als Massenmedien bedienen können.
Galt vor 10 Jahren der Leitspruch “Content is King” heisst das heute “Connection is King” – d.h. nicht Inhalte bereitstellen, sondern Rahmenbedingungen, dass ehem. Leser ihre eigene Contents generieren können (s.u.)
2.) Frage gelöscjt
Für die USA ist bereits eindeutig der Trend zu erkennen, dass Jugendliche die Aufmerksamkeit von den Massenmedien (t d f) (TV, Radio, Print) in Richtung Web verlagern (eben in Two-Way-Web-Dienste). Werbedollars und Marketingstrategien gehen daher schon in diese Richtung.
Peer-Group (t d f) Filterung und Informationsmanagement ist immer höherwertiger als massenmedialer. D.h. klassische Medien müssen in der Lage sein in die Peer-Groups reinzukommen. Das heisst – siehe am Beispiel von MySpace – die Rahmenbedinungen schaffen. Jedenfalls heisst das weg von der Vorstellung Content (t d f) bereitzustellen.
3.) Frage gelöscht
Es wird sicher mehr in den Online-Bereich abwandern und dabei gilt es den Besonderheiten eines 2-Weg-Webs zu entsprechen. Allerdings wird der Unterschied in 10 Jahren kein allzugroßer mehr sein. Das Internet wird – nicht nur – die (Vertriebs)Mutter aller Medienformate.
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Mit welcher abstrusen Begründung wollte der/die denn die Fragen entfernt haben?
Die Fragen sind ja nicht unbedingt so völlig daneben … nun, bei der nächsten Veröffentlichung des Journalisten werden wir das auch genau so auch mal ausprobieren.
BTW, die Antworten sind eh interessanter!
Work in progress, meinte er.